Initiative für kostenlose Notschlafplätze

INKONO

Kommentar von INKONO zu Wagner

with 3 comments

Kurt Wagner findet es in seiner Aussendung nicht der Mühe wert, auf das Argument einzugehen, dass es sich beim Übernachten in einem Notquartier NICHT um ein Wohnverhältnis handelt, da es unter Tags verlassen werden muss.

Selbstverständlich kann es kein Ziel sein, „dass Menschen länger als irgend notwendig in einer Notschlafstelle bleiben“. Eine längerfristige Reintegration über das Stufensystem in der Wohnungslosenhilfe wird allerdings gerade durch die Einführung eines „Kostenbeitrages“ konterkariert.

Es ist bezeichnend, dass keine/r der Verantwortlichen seitens der Stadt Wien bzw. des FSW auf die Argumentationen von INKONO in ihren öffentlichen Stellungnahmen eingeht, sondern eine Maßnahme, die von der überwiegenden Mehrheit der ExpertInnen aus der Wohnungslosenhilfe abgelehnt wird, um jeden Preis durchgesetzt werden soll.

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Written by wohnungslos

September 23, 2010 um 12:30 pm

3 Antworten

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  1. Ich finde die Argumentation von INKONO aber auch sehr schwach. Es würde mich schon sehr interessieren, wie diese Forderungen belegt werden können.
    Vor der Einführung der Nächtigergebühr wurde das NQ gerne als billige „Wohnalternative“ genützt.
    Viele Berufstätige gehen vor vor 08.00 Uhr aus dem Haus und kommen erst weit nach 18.00 Uhr wieder nach Hause. Ich finde, diese sollten auch eine reduzierte Miete zahlen.
    Was ist mit den ganzen Arbeiterwohnheimen? Diese haben auch Mehrbettzimmer und Gemeinschaftsräume und kosten z.B. 45,- in der Woche. Warum geht man gegen diese nicht auch vor? Ein Arbeiterwohnheim ist dann auch kein Wohnen?

    Beste Grüße
    Andreas

    Andreas

    September 27, 2010 at 12:41 pm

  2. Lieber Andreas!
    Leider ist uns nicht ganz klar, welche Forderungen wir belegen sollen?
    Es wäre für uns interessant, wie du darauf kommst, dass vor der Einführung der Gebühren die Nachtquartiere „gerne als billige ‚Wohnalternative‘ genützt“ wurden? Abgesehen davon, dass es wünschenswert wäre, wenn Mieten generell billiger wären (also auch zB für Arbeitslose, die ihr Haus nicht um 8 Uhr verlassen), ist der Vergleich von dir nicht ganz zulässig. Denn immerhin kann ich im Falle von Krankheit bzw. arbeitsfreien Tagen die Wohnung den ganzen Tag nutzen, kann sie einrichten wie ich möchte und habe dort meine Privatsphäre, eigenes Bad und WC, kann FreundInnen einladen, etc.
    Auch ArbeiterInnenwohnheime müssen nicht in der Früh verlassen werden, sondern können auch unter Tags genutzt werden. Abgesehen davon sind ArbeiterInnenwohnheime private Einrichtungen, die nicht vom FSW – also durch Steuergelder – finanziert werden und erheben nicht den Anspruch, Teil (des „Stufenplans“) der Wiener Wohnungslosenhilfe zu sein!
    mfg. INKONO

    wohnungslos

    September 27, 2010 at 1:36 pm

    • Stimmt. Tut mir leid Forderungen ist das falsche Wort. Behauptungen wären besser.
      Weil ich in diesem Bereich arbeite.

      Andreas

      September 27, 2010 at 1:55 pm


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